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ZUR GESCHICHTE RHÖNDORFS

drachenfels


Rhöndorf, 15 km südlich von Bonn am Fuße des landschaftlich eindrucksvollen, sagenumwobenen Drachenfelsens im Siebengebirge gelegen, ist ein malerischer Ort am Rhein, mit einer tief in der Geschichte und im Brauchtum verwurzelten Tradition. Der bis ins 20. Jahrhundert selbstständige Ort - heute der nördlichste Stadtteil von Bad Honnef - wird in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Gero, am 2. Januar 970 n.Chr. zum ersten Mal erwähnt. Zu dieser Zeit gab es vermutlich eine fränkische Talsiedlung in der vom "Fonsbach" durchflossenen heutigen Löwenburgstraße.


Für den Ursprung des Ortsnamens gibt es verschiedene Erklärungen: "rondorpere", oder "roendorp" (=Rheindorf), oder die Ableitung aus "run" (=Einschnitt, Kerbe), für das Straßendorf entlang des Fonsbachtals.


Klöster und Stifte waren in Rhöndorf über die Jahrhunderte bis zur Säkularierung begütert. Auch das Kölner Domkapitel besaß ein großes Weingut, dessen Wein nach Aussagen von Zeitzeugen "nicht von schlechter Qualität" gewesen sein soll.


Die meiste historische Bausubstanz Rhöndorfs ging in einer verheerenden Brandschatzung des Pfälzischen Erbfolgekrieges verloren. Französische Truppen Ludwig des XIV es am 24. Mai 1689 die für unüberwindbar gehaltene Verteidigungsstellung "am Steinchen" unterhalb des Drachenfelses am nördlichen Eingang Rhöndorfs - durch Verrat - zu überwinden. Die Schanze wurde erobert und bald tobte ein Feuersturm über Gehöfte und Wohnhäuser. Nur der mittelalterliche Turm im Park der "Villa Merkens" trotze den Flammen.Rhöndorf, 15 km südlich von Bonn am Fuße des landschaftlich eindrucksvollen, sagenumwobenen Drachenfelsens im Siebengebirge gelegen, ist ein malerischer Ort am Rhein, mit einer tief in der Geschichte und im Brauchtum verwurzelten Tradition. Der bis ins 20. Jahrhundert selbstständige Ort - heute der nördlichste Stadtteil von Bad Honnef - wird in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Gero, am 2. Januar 970 n.Chr. zum ersten Mal erwähnt. Zu dieser Zeit gab es vermutlich eine fränkische Talsiedlung in der vom "Fonsbach" durchflossenen heutigen Löwenburgstraße.


Für den Ursprung des Ortsnamens gibt es verschiedene Erklärungen: "rondorpere", oder "roendorp" (=Rheindorf), oder die Ableitung aus "run" (=Einschnitt, Kerbe), für das Straßendorf entlang des Fonsbachtals.


Klöster und Stifte waren in Rhöndorf über die Jahrhunderte bis zur Säkularierung begütert. Auch das Kölner Domkapitel besaß ein großes Weingut, dessen Wein nach Aussagen von Zeitzeugen "nicht von schlechter Qualität" gewesen sein soll.


Die meiste historische Bausubstanz Rhöndorfs ging in einer verheerenden Brandschatzung des Pfälzischen Erbfolgekrieges verloren. Französische Truppen Ludwig des XIV es am 24. Mai 1689 die für unüberwindbar gehaltene Verteidigungsstellung "am Steinchen" unterhalb des Drachenfelses am nördlichen Eingang Rhöndorfs - durch Verrat - zu überwinden. Die Schanze wurde erobert und bald tobte ein Feuersturm über Gehöfte und Wohnhäuser. Nur der mittelalterliche Turm im Park der "Villa Merkens" trotze den Flammen.

ziepchensplatz

Erst seit Beginn des 18. Jahrhunderts weist Rhöndorf nennenswerte Reste einer einheitlichen Fachwerkbebauung auf. Dadurch, dass die Kernsiedlung Rhöndorfs nicht unmittelbar am Rhein gelegen hatte, blieb der Ort von einer Uferbebauung verschont, die das Gesicht vieler Rheinorte verunstaltete, längst bevor Natur-u. Landschaftsschutz ringreifen konnte. Die typisch rheinischen Winzer-und Fachwerkhäuser, wie auch prächtige Villen aus der Gründerzeit prägen heute das Ortsbild.

Schon der Naturforscher Alexander von Humboldt (1769 - 1859) fand Gefallen an der romantischen Landschaft des Siebengebirges und des Rheins, die er als das "Nizza am Rhein" bezeichnet haben soll.

In den Blick der Zeitgeschichte rückte unser Ort durch die bekannte "Rhöndorfer Konferenz" vom 21. August 1949. Eine Woche nach der letzten Bundestagswahl im Wohnhaus unseren späteren Ehrenmitglieds und Bad Honnefer Ehrenbürger Dr. Konrad Adenauer wurden die Weichen für die Politik der seinen Namen tragenden Ära.

Im April 1967 schaute die Welt auf Rhöndorf: Konrad Adenauers Begräbnis auf dem Waldfriedhof wurde zum bis dahin größten deutschen Medienereignis.